18.03.2017 An der DV in Schänis wurde Martin Gretler, Bazenheid, einstimmig zum Bereichsleiter (BL) Nachwuchs gewählt, was für den SG-KSV sehr positiv ist. Dies täuscht jedoch nicht darüber hinweg, dass weitere Funktionäre fehlen, so die BL Pistole und Projekte, zudem haben Hermann Blöchlinger und Georg Breitenmoser als BL Finanzen bzw. Matchwesen ihren Rücktritt für 2018 angekündigt. Zurzeit fehlt der Abteilungsleiter (AL) Ausbildung J+S beim Nachwuchs sowie der AL beim Nachwuchs Region II Pistole. Die Aussagen von Geschäftsstellenleiterin Ursula Schönenberger anlässlich der DV 2015 gelten wohl weiterhin: «Die Schützen haben zwar das Recht vom LA zu verlangen, dass alle administrativen Arbeiten erledigt und Ausbildung betrieben wird, zu den Pflichten der Vereine jedoch gehört, neue Funktionäre zu rekrutieren.»

Den musikalischen Auftakt zur DV im Mehrzweckgebäude Hof, organisiert vom MSV Rufi-Maseltrangen, mit Präsident Beat Kühne sowie mindestens 30 Helferinnen und Helfern, machte die Musikgesellschaft Schänis, die unter der Leitung von Robert Buza mit rassiger Unterhaltungsmusik aufwartete. Noch vor Inangriffnahme der Traktanden konnte Erich Hagmann den General-Guisan-Wanderpreis inklusive Goldenes Buch durch Jakob Büchler und Hans-Peter Kellerhals an Gerhard Riedener und Andreas Jussel vom MSV Untereggen übergeben lassen. Zudem ehrte er die 27 anwesenden Gewinner der fünften Feldmeisterschaft und gratulierte ihnen dazu herzlich.

Einleitend ging der Präsident und Nationalrat kurz auf den Strassburger-Entscheid zum Waffenrecht ein. Dabei betonte er, dieser sei in Bern angekommen und man müsse sich den Herausforderungen stellen. Man warte jetzt die Botschaft des Bundesrates ab, anschliessen befassten sich damit die Sicherheitspolitischen Kommissionen beider Rate. Im schönen Gasterland konnte Jakob Büchler (Mitglied beim organisierenden MSV) 217 Stimmberechtigte sowie 50 Gäste aus Politik und Armee begrüssen, darunter: SG-KSV-Ehrenpräsident Josef Dürr,  Kantonsratspräsident Peter Göldi, Regierungsrat Stefan Kölliker, Gemeinde-Präsident Herbert Küng, Divisionär Hanspeter Kellerhals, Kdt Territorialregion 4 Ostschweiz, Oberst im Generalstab Romeo Fritz, Kdt Waffenplatz Herisau-Gossau, Oberstleutnant Andreas Schwarz, Kreiskommandant St.Gallen, Oberst im Generalstab Werner Hürlimann, ESO Kreis 18, Oberst Peter Raschle, ESO Kreis 19, Oberstleutnant Emil Winter, SK 2 und Vorstandsmitglied der Offiziers-Gesellschaft St.Gallen, Renato Steffen, Vorstandsmitglied SSV, Bernhard Lampert, Zentralpräsident VSSV, Edi Waldburger, Kantonalpräsident SG-SV sowie Martin Artho und Paul Dütschler vom Sportschützenverband an der Linth. Weiter hiess Jakob Büchler die Gäste von den KSV GL/TG/ZH/AI/SH/GR und des Stoss-SV sowie die Präsidentinnen und Präsidenten der RSV willkommen. Last but not Least begrüsste er stellvertretend für alle anwesenden Ehrenmitglieder Hanspeter Rohner.

Begleitet mit einem Choral der MG wurde den verstorbenen Ehrenmitgliedern alt Regierungsrat Alex Oberholzer und Guido Eilinger sowie allen verstorbenen Schützen-Kameradinnen und –Kameraden ehrend gedacht. Verschiedene Grussbotschaften führten alsdann zu den Geschäften Protokoll, Jahresbericht, Jahresrechnung mit Bericht GPK und Budget 2017, die alle unbestritten waren. Markus Künzler von der Arbeitsgruppe «Zukunft des SG-KSV» informierte über das Grobkonzept, das am 11. April dem LA vorgestellt wird und danach zurück in die Arbeitsgruppe Kirchberg geht. Als Nachfolger des nach sechs Jahren zurück getretenen Rolf Thoma wurde Roger Rubin, Treuhänder aus Schänis, in die GPK gewählt. Vier AL wurden mit Präsenten verabschiedet: Petra Mullis, 13 Jahre St.Galler Bär, Paul Stefani, Peter Senn und Roland Gyger, je sechs Jahre Match Pistole, Match Gewehr und Match Nachwuchs. Dem Antrag von 300m Sport Mosnang-Mühlrüti - «der finanzielle Beitrag an die Label-Standorte zur Nachwuchsförderung sei mit der Beitragserhebung von 50 Rappen pro Teilnehmer für alle bewilligungs- und gebührenpflichtigen Vereinsanlässe ab 2018 einzuführen» - wurde trotz des Gegenantrags der Feldschützengesellschaft der Stadt St.Gallen mehrheitlich zugestimmt.

 DV Schaenis HP Ehrungen 0430

v.l. Josef Dürr, Georg Breitenmoser, Bruno Hauser, Jakob Büchler

Ursula Schönenberger erwähnte die wichtige Bedeutung von «Sport verein-t» der IG St.Galler Sportverbände. 2016 seien die Labels der Sportschützen Wil und der SG Bütschwil verlängert worden. Den Beitritt zu «Sport verein-t», der nur Vorteile bringe, empfiehlt die Geschäftsstellenleiterin allen Vereinen. Josef Dürr, Präsident der IG St.Galler Sportverbände, ehrte Georg Breitenmoser, Bütschwil für 53 und Bruno Hauser, Goldach, für sagenhafte 141 Jahre ehrenamtliche Tätigkeit, wobei Hauser zum Teil jahrelang Dreifachfunktionen ausübte. Im Verlauf der Versammlung wurden die Sportlerinnen und Sportler für ihre Leistungen auf internationaler, nationaler und kantonaler Ebene geehrt, die alle im Jahresbericht auf der Homepage aufgeführt sind. Darunter Paul Schnider, einziger Teilnehmer an den Paralympics in Rio. Zum letzten Mal meldete sich beim Nachwuchs Erika Breitenmoser zum Wort, die der Vakanz wegen in dankenswerter Weise nochmals ein Jahr als BL Nachwuchs angehängt hatte. Die Bleiker Standardgewehre von Nachwuchs-Sponsor Heinrich Bleiker, Bütschwil, konnten die beste Jungschützin des Jahres Ramona Bachmann, Weesen SV und der beste Jungschütze Patrick Scheiwiller, Niederbüren MSV, leihweise für ein Jahr in Empfang nehmen. Ein Präsent erhielt auch Kantonal-Fähnrich Urs Gebert, für seine stete Bereitschaft anzutreten, wenn man ihn brauche. Zum Schluss bedankte sich Jakob Büchler herzlich bei der Raiffeisenbank Schänis-Amden für die Jasskarten auf allen Tischen, bei der Musikgesellschaft für die musikalische Begleitung, bei der Gemeinde Schänis für den gespendeten Kaffee sowie beim OK-Präsidenten Beat Kühne und seinem ganzen Team für die tadellose Organisation und die mit viel Liebe gestaltete Dekoration. Zum Dank dafür rief er die Schützinnen und Schützen dazu auf, mit einem Grossaufmarsch am Gasterländer Frühlingsschiessen vom 28./29. April und 6./7. Mai in Maseltrangen teilzunehmen. Dem Kantonalvorstand dankte Jakob Büchler für die gute Zusammenarbeit, dem Leitenden Ausschuss für die gute Teamarbeit und besonders Ursula Schönenberger für die mustergültige Führung der Geschäftsstelle während des ganzen Jahres. Zu guter Letzt schloss er auch alle Funktionärinnen und Funktionäre für die Mitarbeit bei Nachwuchs und Elite in seinen Dank ein. Alle im Bericht nicht genannten Details siehe www.sgksv.ch unter Verband, Jahresbericht 2016.

Grussbotschaften:

Herbert Küng stellte die gut 40 Quadratkilometer grosse und rund 3700 Einwohner zählende Gemeinde Schänis mit ihren fünf Ortsgemeinden und der höchsten Erhebung, dem Speer mit 1950 m vor - «den wir allerdings mit den Toggenburgern teilen müssen», wie er betonte.

Stefan Kölliker, der die Grüsse der Regierung überbrachte, bedankte sich beim SG-KSV für den Einsatz zugunsten der Allgemeinheit. 2018 werde über die Bildungsoffensive mit medizinischen Bildungsgängen abgestimmt, welche die Ostschweiz nachhaltig verändern könnte. Er hoffe, dass die Schützinnen und Schützen ihre Vorbildfunktion behielten, wobei er namentlich Heidi Diethelm Gerber mit der Olympia-Medaille sowie Christoph Dürr und Marvin Flückiger mit ihren Leistungen erwähnte.

Renato Steffen, der mit den Grüsse des SSV im Gepäck ins Gasterland kam, sprach vom nationalen Leistungszentrum in Magglingen, wo in den nächsten drei Jahren (bis zur nächsten Olympiade) 4.5 Millionen Franken für den Spitzensport investiert werden sollen. Er erwähnte den Zwinky-Anlass am Unspunnenfest 2017 in Interlaken, das ESF für Jugendliche 2019 in Frauenfeld sowie das ESF 2020 in Luzern und die Wahl eines neuen SSV-Präsidiums an der kommenden DV im Tessin. Als er eine neue Sportart bestehend aus einem Sprint auf der Tartanbahn und Schiessen erwähnte, staunten die einen, während andere das Lachen unterdrücken mussten.

Hanspeter Kellerhals sprach unter dem Motto «zmits drin und nöd denäbe» auch über Begebenheiten die «denäbe» sind. So wundere er sich über die Frage auf dem Formular zur Reise in die USA, «haben Sie Waffen dabei», als ob dies von Terroristen mit ja beantworten würde. Ebenso «denäbe» findet er den Passus im neuen Strassburger Waffenrecht, dass ein Magazin maximal 10 statt 14 Schuss beinhalten darf. Hingegen bewege sich die Armee «zmits drin», da mit Waffen verantwortungsvoll umgegangen werde. Er freue sich auf das nächste ESF für Jugendliche 2019 in Frauenfeld, wo die Armee Unterstützung leiste, wo es gehe. Weiter informierte er darüber, dass am Armeestand an der OLMA geschossen werden könne.

Der Vertreter des KSV Thurgau stellte das 70. KSF 2018 im Hinterthurgauer Tannzapfenland vor und lud die Schützenvereine ein, daran teilzunehmen. Geschossen wird auf acht Schiessanlagen rund um Sirnach. An der OLMA 2017 ist der Thurgau Gastkanton.

Josef Dürr informierte über die Rekordhöhe von 390 Gesuchen. 80 % hätten sich im Bereich bis 10’000, etwa 10% von 10‘000 bis 50‘000 sowie die restlichen von 50‘000 bis 100‘000 und 100‘000 bis 200‘000 Franken bewegt. Die Gesamtsumme habe 780‘000 Franken betragen. Davon hätten 154 Einzelsportler direkt oder indirekt profitieren können. Vereine des SG-KSV seien für Bauten mit 102‘000 Franken und der SG-KSV selbst mit 40‘000 Franken unterstützt worden. Josef Dürr beschwor die Anwesenden, keine Anschaffung zu tätigen, bevor nicht das bewilligte Gesuch vorliege. 2016 wurde «Sport verein-t» 10 Jahre alt und bietet Vereinen und Verbänden nach wie vor wertvolle Unterstützung. Bei den Schützenvereinen wäre noch viel Potenzial für einen Beitritt vorhanden, betonte er. Vom 19. Bis 23. April ist an der Offa wieder die Sonderschau Sport aktuell, woran auch wieder die Schützenverbände mit einem Stand vertreten sind. Zudem machte er den Schützinnen und Schützen die Teilnahme an der Ostschweizer Mannschaftsmeisterschaft (OMM) schmackhaft. Zugelassen sind alle Gewehr- (300m) und Pistolenvereine (50/25m), welche einem KSV aus den Kantonen AI, AR, GR, SG, SH, TG oder ZH angehören (www.omm-info.ch).  

Josef Dürr gratulierte allen ausgezeichneten Sportlerinnen und Sportlern, wobei er betonte, «ohne Swisslos, Lotto, Eurolotto und Sport Toto gibt es keine Beiträge». (Peter Jenni, Presse SG-KSV)